FRANSEN UND QUASTEN

Verspielte Details für Zuhause

Es gibt nur wenige modische Elemente, die so verspielt sind wie Fransen und Quasten. Sie symbolisieren Luxus, das gewisse Extra und ein Plus an Eleganz und sie sind wieder gefragter denn je – ob in der Mode oder als ausgefallene Details an Kissen, Decken und Teppichen.

Fransen und Quasten, wo das Auge hinschaut: Bloomingville feiert die kunstvoll eingestzten Fäden an Kissen, Decken und Teppichen.

Extravagante Fäden

Was so ein paar Fäden doch ausmachen können: Unvergessen ist die legendäre Filmszene aus „Vom Winde verweht“, in der Vivien Leigh alias Scarlett O´Hara mitten im Amerikanischen Bürgerkrieg modisch wieder gesellschaftsfähig wird durch die Umwandlung einer smaragdgrünen Samtgardine in ein opulentes Kleid. Der besondere Clou an Scarletts zweckentfremdeter Aufmachung: der einprägsame Gürtel aus Gardinenkordel – mit großen, grün-goldenen Quasten, die Reichtum und Wohlstand suggerieren. Auch heute noch stehen die edlen Fäden für eine gewisse Extravaganz. Und haben ihr Comeback an Teppichrändern, Kissenecken und Deckenseiten.

'Plen Wanddekoration' von House Doctor, herrlich weicher 'Aymara Plaid' (Form & Refine) und Teile der 'Way'-Kollektion von Ferm Living (v. l. n. r.).

Ganz und gar nicht ausgefranst

Fransen entstehen durch Einschneiden, Abreißen oder Verknoten der überstehenden Kettfäden eines Gewebes und gehören zu den ältesten Verschönerungen bei der Verarbeitung von Textilien. Standen die zotteligen Enden an Teppichen oder Lampenschirmen lange für einen altbackenen Geschmack, darf jetzt wieder gefranst werden, was der Stoff hält. Hersteller Bloomingville zum Beispiel verzierte seine Kissen und Decken mit jeder Menge Fransen und auch kunstvoll geflochtene Wanddekorationen im Makramee-Stil (z. B. bei House Doctor) mit langen, flauschigen Fransen erfreuen sich größter Beliebtheit.

Auch Marimekko setzt bei den Decken der saisonalen Kollektion wie der 'Kuusikossa' Decke (r.) und der 'Keisarinkruunu'-Decke auf Fransen.

Quasten und Troddeln

Auch Quasten (auch als Troddeln bezeichnet) verzieren verschiedenste Textilien wie Decken, Kissen, Sofas oder Flaggen. Wer hinter den pinselartigen Fadenbündeln einen weiblichen Verzierungsdrang vermutet, liegt falsch: Quasten waren ein fester Bestandteil von Soldaten-Uniformen zu verschiedenen Zeiten und gaben Auskunft über den militärischen Rang des Trägers. Ganz friedvoll werden Quasten – in der runden Form werden sie offiziell Bommel genannt – allerdings bei der Verzierung von Wohnaccessoires eingesetzt. Und eignen sich wunderbar, um einen strengen Look aufzulockern oder das Ambiente im Handumdrehen wohnlicher und gemütlicher zu machen.