Teetrends 2018

Wellness, Cocktails, Shots – so wird Tee jetzt genossen

Er ist noch immer der Lieblingstee der Deutschen: der gute, alte Pfefferminztee. Doch schon die letzten Jahre begeisterten uns neue Teekreation wie Matcha Latte, Kurkuma Chai oder Gesundheit versprechender Moringa-Tee. Wir wollten wissen: Was kommt als Tee-Trend 2018 auf uns zu, was bleibt? Auf der Suche nach den frischesten Tee-Trends sprachen wir mit Sebastian Hilck von ‚5 Cups and some sugar‘ – einer jungen Firma aus Berlin, die sich dem Tee verschrieben hat und im Internet Tee zum selber mischen anbietet. Seine Tipps für 2018:

* Koffein-Kick durch Tee-Shots

Auch Tee enthält Koffein – früher Teein genannt. Bei grünen, schwarzen und weißen Teesorten ist Koffein an Gerbstoffe gebunden, die der Körper bei der Verdauung raus löst. Im Gegensatz zu Kaffee enthält Tee noch den Stoff Theanin, der die Konzentration fördert und beruhigend auf den Geist wirkt. Auch Mate, Matcha und Cascara (bekannt als Kaffeekirsche) enthalten Koffein. Mit einer Siebträger-Espressomaschine wird der Tee mit heißem Wasser 10 bis 15 Sekunden gepresst. Die hochkonzentrierten Mini-Tees ersetzen glatt Kaffee oder Energy-Drinks!

* Loser Tee statt Teebeutel

„Loser Tee entwickelt seinen maximalen Geschmack, wenn man ihm viel Platz zum Quellen gibt“, so Hilck. Dabei kann man den Tee – wie beim Kaffee – im sogenannten ‚French Press-Verfahren“ in einer Stempelkanne zubereiten. Das praktische: Der Teesatz kann ein zweites und drittes Mal aufgegossen werden und entwickelt bei jedem Aufguss einen anderen Geschmack. Wichtig: Bio-Sorten statt aromatisierter Tees verwenden! Teemischungen mit Melisse, Zitronenmyrthe, Süßholz oder Honeybush sind dabei ganz groß im Kommen. Auch Grünteemischungen mit Kokos oder Zitronenschalen starten derzeit durch auf dem Teemarkt.

* Tee-Cocktails

Man nennt sie Infusion-Drinks oder auch Mazeration: Tee wird zum Beispiel mit Gin oder Wodka in leckere Longdrinks verwandelt. Statt kalorienhaltiger Zusätze wie Cola oder Tonic werden Mojito oder Cuba Libre mit leckerem Tee gemischt und schonen die Figur. Leckere Rezepte für exotische Cocktails wie den ‚Moonshine Iced Shanti‘ mit Orange und Minze gibt es hier: 5cups-Tee-Cocktails.

* Single Origins

Single Origins sind edle, reine Teeblätter, die direkt auf den Plantagen verarbeitet werden und auch Plantagentees genannt werden. Sie stammen aus einem bestimmten Anbaugebiet und werden nicht mit anderen Zutaten gemischt. Sie gelten als Premium-Genuss unter den Tees und sind teilweise teurer als hochwertige Weine oder alter Whisky. Es gibt sie als grüne, schwarze, weiße Tees, Pu-Erh (nachgereifter Tee) und Oolong (fermentierte Blätter). Die Zubereitung der Single Origins erfolgt mit wenig Wasser, bei der präzisen Aufbereitung helfen Feinwaage, Stoppuhr, kleine Porzellanschälchen und eine Abgießkaraffe, damit der Geschmack der edlen Blätter punktgenau herausgekitzelt wird.

* Gewürze im Tee.

Belebende Gewürze wie Chili, Kakao oder Kardamom heizen richtig und aktivieren den Stoffwechsel. Besonders Gewürze, die normalerweise in Kochtöpfen asiatischer und orientalischer Küche beliebt sind, erobern unsere Teetassen. Kurkuma, Zimt, Pfeffer und Nelken unterstützen durch ihre Wirkung das Immunsystem und sorgen für Glückshormone. Fenchelsamen, Ingwer, Zimt und Anis sind als Masala bekannt aus der ayurvedischen Küche und schmecken besonders gut als Masala Chai. Aber auch die süße Chai-Version mit Milch und Honig ist und bleibt ein Dauerbrenner.