Organic Cotton

Gut für den Menschen und die Umwelt

Jedes Jahr werden rund drei Billionen Kleidungsstücke und Heimtextilien weltweit produziert. Die Hälfte des dafür verwendeten Materials besteht dabei aus Baumwolle. In Deutschland ist Baumwolle nach chemisch hergestellten Fasern der am häufigsten verwendete Textilstoff. Auf dem Vormarsch: Organic Cotton.

Firmen wie Ferm Living und Oyoy setzen auf Bio-Baumwolle

Sie ist immer gefragter: Bio-Baumwolle, auch Organic Cotton genannt, schont die Umwelt und das gute Gewissen. Will ein Baumwoll-Lieferant seine Baumwolle „Bio“ nennen, müssen strenge Richtlinien eingehalten werden. Keine Gentechnik, chemische Pestizide oder Düngemittel dürfen beim Anbau verwendet werden. Das ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit des Textilkonsumenten – besonders Babys und Allergiker profitieren davon. Erstaunlicherweise liegt der Anteil an ökologisch angebauter Baumwolle immer noch bei unter 1 % weltweit. Zum Glück wächst die Nachfrage nach Organic Cotton in den letzten Jahren rasant. Immer mehr Textilhersteller verwenden die unbelastete Baumwolle, um dem Kunden ein gutes Gefühl zu geben. Zwar ist Organic Cotton naturgemäß teurer im Einkauf, doch Firmen wie zum Beispiel Ferm Living oder Oyoy sind sich ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst und setzen auf die umweltfreundliche Baumwoll-Variante.

GOTS: Global Organic Textile Standard

Noch höhere Anforderungen im Bereich umweltbewusster Verarbeitung von Bio-Baumwolle stellt der „Global Organic Textile Standard“ (= GOTS) dar. Ein weißes Hemd auf grünem Hintergrund zeichnet das Label aus. Baumwoll-Produkte mit dem GOTS-Signet sind so unbelastet, dass sie vor der ersten Benutzung nicht einmal durchgewaschen werden müssten. Die Voraussetzungen für die Verwendung des GOTS-Labels sind noch weitreichender als für jene für Bio-Baumwolle. Hersteller und Verarbeiter müssen Kriterien erfüllen, die unter anderem von der „Internationalen Arbeitsorganisation“ festgelegt wurden – beispielsweise sichere und hygienische Arbeitsbedingungen, feste Arbeitszeiten, Mindestlöhne und Verbot von Kinderarbeit. „Generell möchten wir so viele Produkte wie möglich mit GOTS-zertifizierter Baumwolle herstellen“, erläutert Anna Kristine Damsgaard-Christensen, Pressesprecherin des dänischen Labels Ferm Living. „GOTS ist eine Zertifizierung, die beweist, dass der gesamte Prozess bei der Herstellung von Produkten mit Respekt für die Umwelt und soziale Verantwortung erfolgt. Für diese Artikel gibt es ein GOTS-Etikett innerhalb des Produkts und das Pflegeetikett getrennt für das organische Etikett außen.“ Wer also Produkte mit dem GOTS-Label kauft, hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch den am Produktionsprozess beteiligten Menschen. Bedenkt man, dass die Textilindustrie global gesehen nach der Erdölindustrie der zweitgrößte Umweltverschmutzer ist, so lohnt es sich auf jeden Fall, beim nächsten Einkauf mal genauer auf das Label zu schauen...

Organic Cotton von Ferm Living