Kaiser idell - Die Geschichte hinter dem Designklassiker

Unvergängliches Bauhaus Design von Christian Dell für Fritz Hansen

Ikonische Leuchte, die stellvertretend für deutsches Design steht. Die Geschichte fängt in den 30er Jahren an und streift an der berühmten Bauhaus-Schule entlang. Auch ihr Erfinder kommt erst über Umwege zum Leuchtendesign. Hier tauchen wir in die Geschichte ein, wo Kunst und Handwerk sich ineinander verflechten.

Kaiser idell - Die Geschichte hinter dem Designklassiker

Unvergängliches Bauhaus Design von Christian Dell für Fritz Hansen

Ikonische Leuchte, die stellvertretend für deutsches Design steht. Die Geschichte fängt in den 30er Jahren an und streift an der berühmten Bauhaus-Schule entlang. Auch ihr Erfinder kommt erst über Umwege zum Leuchtendesign. Hier tauchen wir in die Geschichte ein, wo Kunst und Handwerk sich ineinander verflechten.


Patentierter Drehlager-Lampenschirm
Kaiser idell 6631 T - Luxus Tischleuchte von Christian Dell für Fritz HansenKaiser idell 6631 T - Luxus Tischleuchte von Christian Dell für Fritz Hansen
Beeindruckt mit ihrer Schlichtheit seit 1931
Erfinder der Kaiser idell Leuchten Christian Dell

Christian Dell – die Person hinter dem Entwurf

Hinter jedem herausragenden Design steht bekanntlich oftmals eine herausragende Persönlichkeit. Auch bei den Kaiser idell Leuchten ist dies der Fall. Der Entwurf stammt aus der Feder von Christian Dell – einem außergewöhnlich progressiven Gestalter. Er wurde 1893 in Offenbach am Main geboren und absolvierte zunächst eine Lehre zum Silberschmied bei J. D. Schleißner – einer echten Institution im Silberschmied-Gewerbe mit einer 330 Jahre langen Geschichte. In dieser traditionellen Lehre entwickelte er ein starkes Auge für kleine Details und eine super präzise Arbeitsweise, die sich auch durch die späteren Entwürfe gezogen hatte.

Nach der Lehre nahm Christian Dell ein Studium an der Sächsischen Kunstgewerbeschule in Weimar bei Henry van de Velde auf. Der flämisch-belgische Architekt war Mitbegründer und erster Direktor des berühmten Bauhaus-Vorläufers in Weimar. Aufgrund von seinen handwerklichen Fertigkeiten aus der Silberschmied-Lehre, gepaart mit einem Kunststudium avancierte Christian Dell 1922–1925 zum Werkmeister in der Metallwerkstatt der Kunstgewerbeschule. Anders als auf anderen Kunstschulen, waren hier Kunst und Handwerk keine Gegensätze, sondern untrennbare Bestandteile des Studiums. 1926 wechselte Dell auf die Frankfurther Kunstschule. Heute ist sie als Städelschule bekannt und zählt zu den renommiertesten Kunstakademien weltweit.
Anders als die meisten anderen Bauhaus-Persönlichkeiten wanderte Christian Dell 1933 nicht nach Amerika aus. Er blieb in Deutschland und war hautsächlich im Leuchtendesign tätig, u.a. für den Petroleumlampen Fabrikanten Gebr. Kaiser & Co. Vor allem diese Entwürfe wurden später bekannt und massenhaft produziert.

Christian Dell – die Person hinter dem Entwurf

Hinter jedem herausragenden Design steht bekanntlich oftmals eine herausragende Persönlichkeit. Auch bei den Kaiser idell Leuchten ist dies der Fall. Der Entwurf stammt aus der Feder von Christian Dell – einem außergewöhnlich progressiven Gestalter. Er wurde 1893 in Offenbach am Main geboren und absolvierte zunächst eine Lehre zum Silberschmied bei J. D. Schleißner – einer echten Institution im Silberschmied-Gewerbe mit einer 330 Jahre langen Geschichte. In dieser traditionellen Lehre entwickelte er ein starkes Auge für kleine Details und eine super präzise Arbeitsweise, die sich auch durch die späteren Entwürfe gezogen hatte.

Nach der Lehre nahm Christian Dell ein Studium an der Sächsischen Kunstgewerbeschule in Weimar bei Henry van de Velde auf. Der flämisch-belgische Architekt war Mitbegründer und erster Direktor des berühmten Bauhaus-Vorläufers in Weimar. Aufgrund von seinen handwerklichen Fertigkeiten aus der Silberschmied-Lehre, gepaart mit einem Kunststudium avancierte Christian Dell 1922–1925 zum Werkmeister in der Metallwerkstatt der Kunstgewerbeschule. Anders als auf anderen Kunstschulen, waren hier Kunst und Handwerk keine Gegensätze, sondern untrennbare Bestandteile des Studiums. 1926 wechselte Dell auf die Frankfurther Kunstschule. Heute ist sie als Städelschule bekannt und zählt zu den renommiertesten Kunstakademien weltweit.
Anders als die meisten anderen Bauhaus-Persönlichkeiten wanderte Christian Dell 1933 nicht nach Amerika aus. Er blieb in Deutschland und war hautsächlich im Leuchtendesign tätig, u.a. für den Petroleumlampen Fabrikanten Gebr. Kaiser & Co. Vor allem diese Entwürfe wurden später bekannt und massenhaft produziert.

Ein Statement auf dem Schreibtisch – seit 1931
Kaiser idell Stehleuchte Fritz HansenKaiser idell Stehleuchte Fritz Hansen
Heute in vielen technischen Varianten erhältich
Kaiser idell 6722 P Pendelleuchte: Ein Designklassiker in modernen TrendfarbenKaiser idell 6722 P Pendelleuchte: Ein Designklassiker in modernen Trendfarben
Ein Klassiker in modernen Trendfarben

Kaiser idell – die Luxus Werkstattleuchte

Der Name der berühmten Schreibtischleuchte Luxus 6631steht für: Kaiser (Hersteller) I (Idee) Dell (Nachname des Designers). Wegen der schlauen, präzisen und technisch versierten Ausführung wurde die Leuchte auch "Kommissarleuchte" genannt. Durch ihren runden flachen Lampenschirm sollte sie einen ausreichend großen Lichtkegel zum Arbeiten auf dem Schreibtisch bieten. Später wurden andere Varianten als Steh- und Wandleuchte entwickelt. Alle sind mit einer einzigartigen patentierten Drehlager-Verbindung ausgestattet, damit der Lichtspot individuell eingestellt werden kann. Hier kommen sämtliche Prägungen von Christian Dell zum Einsatz: die technische Präzision aus der Silberschmied-Lehre, der ästhetische Anspruch aus der Kunstakademie und zuletzt die kompromisslose Funktionalität in der Bauhaus-Tradition.
Heute, fast 90 Jahre später, ist die Kaiser idell ein wahres Symbol der Bauhaus-Ära und ein weltweit gefeiertes Designobjekt, das im klassischen wie modernen Ambiente ein stilvolles Statement abgibt.

Kaiser idell – die Luxus Werkstattleuchte

Der Name der berühmten Schreibtischleuchte Luxus 6631steht für: Kaiser (Hersteller) I (Idee) Dell (Nachname des Designers). Wegen der schlauen, präzisen und technisch versierten Ausführung wurde die Leuchte auch "Kommissarleuchte" genannt. Durch ihren runden flachen Lampenschirm sollte sie einen ausreichend großen Lichtkegel zum Arbeiten auf dem Schreibtisch bieten. Später wurden andere Varianten als Steh- und Wandleuchte entwickelt. Alle sind mit einer einzigartigen patentierten Drehlager-Verbindung ausgestattet, damit der Lichtspot individuell eingestellt werden kann. Hier kommen sämtliche Prägungen von Christian Dell zum Einsatz: die technische Präzision aus der Silberschmied-Lehre, der ästhetische Anspruch aus der Kunstakademie und zuletzt die kompromisslose Funktionalität in der Bauhaus-Tradition.
Heute, fast 90 Jahre später, ist die Kaiser idell ein wahres Symbol der Bauhaus-Ära und ein weltweit gefeiertes Designobjekt, das im klassischen wie modernen Ambiente ein stilvolles Statement abgibt.

Der unverkennbare Schriftzug am Haus in DessauDer unverkennbare Schriftzug am Haus in Dessau
Der unverkennbare Schriftzug an Haus in Dessau
Glasfront der BauhausschuleGlasfront der Bauhausschule
Glasfront der Schule soll Natur widerspiegeln
Die berühmten Meisterhäuser in Dessau

Bauhaus – die Wiege des progressiven Denkens

Die Kaiser idell Leuchten werden als Bauhaus Klassiker bezeichnet, doch wofür genau stand die berühmte Schule und was war dafür so charakteristisch?
Die berühmte Kunstschule und Kunstrichtung startete 1919 – in einer Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Dies war die Zeit einer spannungsvollen Ambivalenz: zum einen gab es viel Orientierungslosigkeit und Unsicherheit. Zum anderen aber auch viel Experimentelles und Erfindergeist. Und genau unter diesen Bedingungen gründete Walter Gropius seine neuartige Kunstschule in Weimar.
Charakteristisch dafür war die Symbiose aus Kunst und Handwerk. Die Studierenden wurden nicht von Dozenten oder Professorinnen geleitet, sondern von einem Duo, je nach Fachbereich. Die Meister waren also jeweils ein Künstler und ein Handwerker: für Metall, Malerei, Bildhauerei oder Weberei. Der Anspruch von diesem Kollektiv lautete: geometrisches, reduziertes und funktionales Design, das für alle zugänglich sein und nachhaltig das Leben der Menschen erleichtern soll.
Ein ziemlich großes Vorhaben, könnte man meinen. Doch wie wir heute, 102 Jahre nach der Gründung von Bauhaus feststellen können, ist es Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe und auch Christian Dell durchaus gelungen, ihre Denkweise nachhaltig zu etablieren. Während Stil- und Kunstrichtungen aus derselben Epoche, wie etwa Jugendstil oder Art Deco als antik gelten, gilt die Bauhaus-Philosophie noch immer als Vorbild für zeitgenößisches Design. Schlicht und funktional soll es eben auch heute noch sein.

Bauhaus – die Wiege des progressiven Denkens

Die Kaiser idell Leuchten werden als Bauhaus Klassiker bezeichnet, doch wofür genau stand die berühmte Schule und was war dafür so charakteristisch?
Die berühmte Kunstschule und Kunstrichtung startete 1919 – in einer Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Dies war die Zeit einer spannungsvollen Ambivalenz: zum einen gab es viel Orientierungslosigkeit und Unsicherheit. Zum anderen aber auch viel Experimentelles und Erfindergeist. Und genau unter diesen Bedingungen gründete Walter Gropius seine neuartige Kunstschule in Weimar.
Charakteristisch dafür war die Symbiose aus Kunst und Handwerk. Die Studierenden wurden nicht von Dozenten oder Professorinnen geleitet, sondern von einem Duo, je nach Fachbereich. Die Meister waren also jeweils ein Künstler und ein Handwerker: für Metall, Malerei, Bildhauerei oder Weberei. Der Anspruch von diesem Kollektiv lautete: geometrisches, reduziertes und funktionales Design, das für alle zugänglich sein und nachhaltig das Leben der Menschen erleichtern soll.
Ein ziemlich großes Vorhaben, könnte man meinen. Doch wie wir heute, 102 Jahre nach der Gründung von Bauhaus feststellen können, ist es Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe und auch Christian Dell durchaus gelungen, ihre Denkweise nachhaltig zu etablieren. Während Stil- und Kunstrichtungen aus derselben Epoche, wie etwa Jugendstil oder Art Deco als antik gelten, gilt die Bauhaus-Philosophie noch immer als Vorbild für zeitgenößisches Design. Schlicht und funktional soll es eben auch heute noch sein.

Artsy Interior Style Kaiser idell Fritz HansenArtsy Interior Style Kaiser idell Fritz Hansen
Kaiser idell: passt auch in artsy interior
Kaiser Idell Leuchtenkollektion Fritz HansenKaiser Idell Leuchtenkollektion Fritz Hansen
Breite Produktpalette erhalten durch Fritz Hansen

Kaiser idell – ein Bauhaus Klassiker zieht weiter in den Norden

Bis in die 80er Jahre wurde die idell Leuchte an ihrem ursprünglichen Ort produziert – durch den Hersteller Gebr. Kaiser & Co. Leuchten KG. Das Familienunternehmen aus dem niedersächsischen Neheim stellte die Leuchte damals für Büros und Werkstätte her und führe die Kaiser Idell Leuchten als Luxusausführung auf. Eine Kaiser idell Schreibtischleuchte deutete schon im Jahr 1931 auf eine gehobene Position auf der Karriereleiter hin – ein Image, das bis heute nachhallt. Später verschwand die ikonische Leuchte vom Markt und wurde erst Mitte der 80er Jahre durch die Nachkommen von Gebr. Kaiser & Co. Leuchten KG wieder aufgegriffen – zur großen Freude vieler Designliebhaber.

Auf der anderen Seite der Ostsee agierte der dänische Traditionshersteller Fritz Hansen.
Das Kopenhagener Unternehmen hatte ebenfalls eine lange Geschichte als Qualitätsgarant und wurde vor allem durch die Produktion von Arne Jacobsen's und Verner Panton's Entwürfen in den 60er und 70er Jahren weltweit bekannt. Ab dem Jahr 2000 nahm Fritz Hansen vermehrt Entwürfe vergessener Klassiker als Ergänzung zu hauseigenen Entwürfen in seine Produktlinie auf. Und so verschlug der Lauf der (Design-) Geschichte die berühmte Kaiser Idell Leuchte von Niedersachsen nach Kopenhagen. Seitdem wird die Leuchte in Dänemark und Lettland produziert: teils nach den ursprünglichen, teils nach modernisierten Entwürfen. Was unverändert bleibt, ist der gehobene Anspruch an Ästhetik und Handwerk. So werden der Lampenschirm und Lampenfuß heute immer noch von Hand nasslackiert und glänzend poliert. Ein Merkmal, das auch heute wir als Nutzerinnen und Nutzer haptisch und optisch wahrnehmen und schätzen.

Kaiser idell – ein Bauhaus Klassiker zieht weiter in den Norden

Bis in die 80er Jahre wurde die idell Leuchte an ihrem ursprünglichen Ort produziert – durch den Hersteller Gebr. Kaiser & Co. Leuchten KG. Das Familienunternehmen aus dem niedersächsischen Neheim stellte die Leuchte damals für Büros und Werkstätte her und führe die Kaiser Idell Leuchten als Luxusausführung auf. Eine Kaiser idell Schreibtischleuchte deutete schon im Jahr 1931 auf eine gehobene Position auf der Karriereleiter hin – ein Image, das bis heute nachhallt. Später verschwand die ikonische Leuchte vom Markt und wurde erst Mitte der 80er Jahre durch die Nachkommen von Gebr. Kaiser & Co. Leuchten KG wieder aufgegriffen – zur großen Freude vieler Designliebhaber.

Auf der anderen Seite der Ostsee agierte der dänische Traditionshersteller Fritz Hansen.
Das Kopenhagener Unternehmen hatte ebenfalls eine lange Geschichte als Qualitätsgarant und wurde vor allem durch die Produktion von Arne Jacobsen's und Verner Panton's Entwürfen in den 60er und 70er Jahren weltweit bekannt. Ab dem Jahr 2000 nahm Fritz Hansen vermehrt Entwürfe vergessener Klassiker als Ergänzung zu hauseigenen Entwürfen in seine Produktlinie auf. Und so verschlug der Lauf der (Design-) Geschichte die berühmte Kaiser Idell Leuchte von Niedersachsen nach Kopenhagen. Seitdem wird die Leuchte in Dänemark und Lettland produziert: teils nach den ursprünglichen, teils nach modernisierten Entwürfen. Was unverändert bleibt, ist der gehobene Anspruch an Ästhetik und Handwerk. So werden der Lampenschirm und Lampenfuß heute immer noch von Hand nasslackiert und glänzend poliert. Ein Merkmal, das auch heute wir als Nutzerinnen und Nutzer haptisch und optisch wahrnehmen und schätzen.

Magazin - Beitrag vom 6.01.2021 von Olha

Magazin - Beitrag vom 6.01.2021 von Olha


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