Inspiration aus dem Süden

So holen wir uns den Urlaub nach Hause

Das Meer rauscht heran, Möwen kreischen, der Sand kitzelt unter den Füßen… Jetzt ist Urlaubszeit und wir träumen von entspannten Tagen im Süden. Fernab vom Alltag lassen wir die Sorgen los und hängen unseren Träumen nach. Irgendwie scheint alles leichter zu sein, vieles bunter und fröhlicher in der Ferne. Lassen wir uns also inspirieren vom Siesta-Feeling, lehnen wir uns zurück oder schaukeln gedanklich in einer Hängematte unterm Olivenbaum. Wir leben jetzt laissez-faire und holen uns den Süden nach Hause. Olé!

Unverzichtbar im Süden: ein Schutz vor der Sonne. Da Farben durch die Sonneneinstrahlung schnell verblassen, ist eine langlebige Farbqualität bei Outdoor-Möbeln wichtig. (Fotos: Fermob)

Bunte Farben oder Naturtöne – der Süden ist vielfältig

Das Leben im Süden folgt einem anderen Rhythmus – lange Mittagspausen, spätes Schlafengehen, viel Sonne, leichtes Essen, surfen oder ein Nickerchen unter Palmen halten. Um herauszufinden, was eigentlich den südländischen Look im Wohnbereich ausmacht, haben wir ganz weit nach Süden geschaut und uns mit Nadine Brand unterhalten. Die Reiseführerin (www.frombrementomorocco.com) ist vor acht Jahren von Bremen nach Marokko gezogen und lebt jetzt in einem Haus inmitten der alten historischen Medina von Marrakesch.

Nadine Brand (links) organisiert in Marokko Touren für Besucher und hat Einblicke in viele Häuser, Hotels, Cafés und Restaurants. Fotos: www.frombrementomorocco.com

Wenn der Orient auf europäische Einflüsse trifft

Als Schmelztiegel verschiedener europäischer und afrikanischer Einflüsse eignet sich Marokko wunderbar als Inspirationsquelle. Dort gibt es vieles, das „typisch südländisch“ ist: kunstvoll bemalte Fliesen, orientalische Muster und leckere, leichte Salate. „Hier in Marokko bekommt man viele Bastarbeiten wie Körbe, Möbel und Dekorationen, die wunderschön sind. Oft macht Einfachheit hier viel her. Früher war alles sehr bunt und zusammengewürfelt. Diese 1001 Nachtfarben eben wie Lila, Gold und Bordeauxrot. Das hat auf jeden Fall abgenommen und wurde durch schlichte Farben in den meisten neuen Häusern ersetzt. Beliebt sind weiße Wände und leichte Farben in der Deko dazu. Mein eigenes Haus ist zum Beispiel nur aus Naturtönen gemacht wie Hellgrau, leichtes Türkis, Beton, Weiß und Braun. Ein Mix aus Holz, Kacheln und Bast“, erzählt Nadine. „In Marokko braucht man zuhause unbedingt handgefertigtes Porzellan, Mosaik und Fliesen“, ergänzt sie und packt schon mal ihre Sachen für den nächsten Trip in die Sahara.

Als Insiderin kennt Nadine Brand die schönsten Orte in Marokko. Hier: Das Restaurant ‚Le Jardin‘ (Mitte) in Marrakesch und das Hotel ‚Salut Maroc‘ in Essouira (links).