Gedeckter Tisch

Mit diesen praktischen Tipps gelingt das perfekte Dinner

Wer sich viel Mühe in der Küche macht, sollte am Ambiente nicht sparen. Geschirr, Gläser und Besteck - auf dem eingedeckten Tisch hat vieles einen festen Platz. Aber es gibt auch Raum für Kreativität. Zum Beispiel bei der Dekoration. Mit diesen Tipps werden Sie zum perfekten Gastgeber bei Tisch.

Wenn sich Tischaccessoires zurücknehmen, stehen farbenfrohe Speisen und liebevoll arrangierte Dekoration im Mittelpunkt. Bildquelle (Mitte): Instagram @die.wohnsinnige

Wie fängt man an?

Die Frage ist: Wie viele Personen passen an den Tisch? Pro Person werden 60-80 cm Gedeckfläche berechnet. Zwischen den Sitznachbarn sollten wegen der Ellenbogenfreiheit mindestens 20 cm liegen. Sind genügend Sitzplätze vorhanden? Als Grundlage für die dekorative Tisch-Bühne eignen sich Tischdecken, Platzsets oder Läufer. Je nach persönlichem Geschmack und Anlass, kann die Wahl auf unterschiedliche Materialien und Farben fallen. Klassisch weiße Wäsche aus Baumwolle oder Leinen wirkt festlich und bietet gleichzeitig einen unaufgeregten Schauplatz für farbenfrohe Arrangements. Bunte oder gemusterte Stoffe verlangen nach zurückhaltendem Geschirr und weniger Dekoration.

Praktisch und dekorativ sind Topfuntersetzer zum Beispiel aus Holz (links: Normann Kopenhagen). Rechts: Formschöne Pfeffermühle von Skagerak.

Was kommt wohin?

Soweit vorhanden, deckt man als erstes Platzteller (zwei Finger breit vom Tischrand weg) ein. Darauf werden dann die Teller für jeden Gang platziert. Dank eines großen Platztellers bleibt das Tischtuch sauber und die Gäste sitzen zwischen den Gängen nicht vor einem leeren Platz. Die Anordnung des Bestecks wirkt auf den ersten Blick etwas komplizierter, ist aber ganz einfach und logisch. Die Gabeln liegen links, Messer (Klinge nach innen) und Löffel werden rechts platziert. Bei der Reihenfolge orientiert man sich an den servierten Gängen. Das Besteck wird immer von außen nach innen benutzt. Die Hauptgang-Bestecke liegen also am nächsten zum Teller. Dessertlöffel und Dessertgabel werden über dem Teller positioniert und zeigen in entgegengesetzte Richtungen, Gabel nach rechts, Löffel über der Gabel nach links. Wenn Teller und Besteck eingedeckt sind, kann man sich an die Positionierung der Gläser machen. Das Weißweinglas gilt als Richtglas. Es wird etwa zwei bis drei Fingerbreiten über das Vorspeisenmesser gesetzt. Das Wasserglas steht im 45-Grad-Winkel darunter, das Rotweinglas im 45-Grad-Winkel oberhalb des Richtglases.

Ungezwungen schön: Handgemachtes Keramikgeschirr von Bloomingville, Terrakotta Schale von Hay und eine rustikale Umgebung. Fotos: Benni Janzen.

Gestaltung und Dekoration

Jetzt ist der klar gegliederte, nüchterne Teil geschafft und es kann an die persönliche Gestaltung gehen. Blumen lockern die strenge Tischordnung auf. Möglich ist alles, was gefällt. Mehrere kleine Vasen mit Schnittblumen oder ein großes Bouquet in der Tischmitte. Wichtig ist nur, dass die Blumendeko nicht zu hoch ist, da sie sonst die Konversation mit Gegenübersitzenden erschweren könnte. Warmes Kerzenlicht zaubert sofort eine wohlige Atmosphäre, aber man sollte auch hier Abstand nehmen von hohen Leuchtern, um die Sicht nicht zu versperren. Optimal sind schmale Kerzenständer oder Teelichthalter. Zusätzlich kann man mit schönen Gebrauchsgegenständen wie Schalen oder Salz- und Pfefferstreuer, formschönen Wasser-Karaffen und gefalteten oder gerollten Stoff-Servietten dekorative Akzente setzen. Für gute Freunde und die Familie kann man den Dekorationsaufwand auch deutlich unkomplizierter halten und den Charme von schönem Geschirr und frischen Blumen nutzen. Wichtig ist vor allem, dass man als Gastgeber entspannt bleibt, dann fühlen sich auch die Gäste wohl!