Carl Hansen Story

Handwerkskunst und dänisches Design 

Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden bei Carl Hansen & Søn auf der dänischen Insel Fünen hochwertige Möbel gefertigt. Der internationale Durchbruch gelang dem Unternehmen, als es Ende der 1940er Jahre eine Kooperation mit dem dänischen Designer Hans J. Wegner einging. Gemeinsam wurden heutige Design-Ikonen wie der Wishbone Chair, der Cuba Chair und viele weitere Möbel geschaffen. 

Carl Hansen Story

Handwerkskunst und dänisches Design

Bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden bei Carl Hansen & Søn auf der dänischen Insel Fünen hochwertige Möbel gefertigt. Der internationale Durchbruch gelang dem Unternehmen, als es Ende der 1940er Jahre eine Kooperation mit dem dänischen Designer Hans J. Wegner einging. Gemeinsam wurden heutige Design-Ikonen wie der Wishbone Chair, der Cuba Chair und viele weitere Möbel geschaffen. 

Carl Hansen, Gründer des dänischen Unternehmens Carl Hansen & Søn Carl Hansen, Gründer des dänischen Unternehmens Carl Hansen & Søn
Carl Hansen, Gründer des dänischen Unternehmens Carl Hansen & Søn. (Foto: www.carlhansen.com)
Die kleine Werkstatt in der alles begann.Die kleine Werkstatt in der alles begann.
Der Ort, an dem alles begann: In seiner kleinen Werkstatt in Odense fertigte Carl Hansen ausschließlich Einzelstücke. (Foto: www.carlhansen.com)
Werkstatt von Carl Hansen & Søn im dänischen Odense.Werkstatt von Carl Hansen & Søn im dänischen Odense.
Ab 1915 startete Carl Hansen die Serienproduktion seiner Möbel. Mehrere Tischlergesellen unterstützten ihn dabei. (Foto: www.carlhansen.com)

Die ersten Jahre

Als der dänische Tischlermeister Carl Hansen am 28. Oktober 1908 den Schritt in die Selbständigkeit wagte und seine erste eigene Möbelwerkstatt in Odense auf der dänischen Insel Fünen eröffnete, war ihm vermutlich nicht bewusst, dass er auf das, was heutzutage als skandinavisches Design bezeichnet wird, einen maßgeblichen Einfluss haben würde. Seine Ansprüche an Stil, Material und Verarbeitung waren jedoch von Anfang an so hoch, dass er sich schon bald einen Namen machen konnte. Da das Interesse an seinen Möbeln stetig zunahm, eröffnete Carl Hansen im Jahre 1915 seine erste Möbelmanufaktur, um effizienter arbeiten zu können. Sein Portfolio bestand zu diesem Zeitpunkt aus maßgeschneiderten Möbeln, zu seinen Spezialitäten gehörten Esszimmergarnituren und Schlafzimmermöbel im victorianischen Stil, deren Abnehmer in erster Linie aus der wohlhabenden Bevölkerungsschicht der Insel Fünen stammten.    
Rund zwei Jahrzehnte lang konnte Carl Hansen auf dieser Basis arbeiten und sein Unternehmen auf sichere Beine stellen. Als in den 1930er Jahren die globale Wirtschaftskrise ihre Schatten auch über Dänemark warf, stand das Unternehmen vor dem Aus. Carl Hansens zweitältester Sohn Holger ergriff 1934 die Initiative und übernahm die Möbelmanufaktur seines Vaters. Die Herstellung von Möbeln entwickelte sich in den folgenden Jahren allerdings zur Nebensache. Zum Überleben des Unternehmens vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg trug bei, dass man sich auf die Produktion von Unterschränken für Nähmaschinen konzentrierte. Zudem war es Holger Hansen gelungen, im Nachbarland Schweden einen kleinen Vertrieb seiner Möbel zu organisieren. 

Die ersten Jahre

Als der dänische Tischlermeister Carl Hansen am 28. Oktober 1908 den Schritt in die Selbständigkeit wagte und seine erste eigene Möbelwerkstatt in Odense auf der dänischen Insel Fünen eröffnete, war ihm vermutlich nicht bewusst, dass er auf das, was heutzutage als skandinavisches Design bezeichnet wird, einen maßgeblichen Einfluss haben würde. Seine Ansprüche an Stil, Material und Verarbeitung waren jedoch von Anfang an so hoch, dass er sich schon bald einen Namen machen konnte. Da das Interesse an seinen Möbeln stetig zunahm, eröffnete Carl Hansen im Jahre 1915 seine erste Möbelmanufaktur, um effizienter arbeiten zu können. Sein Portfolio bestand zu diesem Zeitpunkt aus maßgeschneiderten Möbeln, zu seinen Spezialitäten gehörten Esszimmergarnituren und Schlafzimmermöbel im victorianischen Stil, deren Abnehmer in erster Linie aus der wohlhabenden Bevölkerungsschicht der Insel Fünen stammten.    
Rund zwei Jahrzehnte lang konnte Carl Hansen auf dieser Basis arbeiten und sein Unternehmen auf sichere Beine stellen. Als in den 1930er Jahren die globale Wirtschaftskrise ihre Schatten auch über Dänemark warf, stand das Unternehmen vor dem Aus. Carl Hansens zweitältester Sohn Holger ergriff 1934 die Initiative und übernahm die Möbelmanufaktur seines Vaters. Die Herstellung von Möbeln entwickelte sich in den folgenden Jahren allerdings zur Nebensache. Zum Überleben des Unternehmens vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg trug bei, dass man sich auf die Produktion von Unterschränken für Nähmaschinen konzentrierte. Zudem war es Holger Hansen gelungen, im Nachbarland Schweden einen kleinen Vertrieb seiner Möbel zu organisieren. 

Dänischer Designer Hans J. WegnerDänischer Designer Hans J. Wegner
Der dänische Designer Hans J. Wegner (1914-2007) arbeitete seit 1949 eng mit Carl Hansen zusammen. (Foto: www.carlhansen.com)
Carl Hansen CH24 Wishbone ChairCarl Hansen CH24 Wishbone Chair
Der von Hans J. Wegner entworfene Wishbone Chair – auch CH24 genannt – ist bis heute einer der Bestseller von Carl Hansen & Søn. (Foto: www.carlhansen.com)
Carl Hansen CH25 Lounge ChairCarl Hansen CH25 Lounge Chair
Der nächste große Wurf von Carl Hansen und Hans J. Wegner: der CH25 Lounge Chair, ebenfalls im Jahre 1949 entworfen. (Foto: www.carlhansen.com)

Mit dem Wishbone Chair auf Erfolgkurs

Die Aufbruchsstimmung in den Jahren nach Kriegsende machte sich auch in Dänemark deutlich bemerkbar. Neue Trends entstanden, und eine neue Generation junger dänischer Möbeldesigner trug erheblich dazu bei, das Interesse an stilvollem Interieur zu steigern. Im Jahre 1949 gelang es Holger Hansen, den damals 35-jährigen Möbeldesigner Hans J. Wegner für die Design- und Produktentwicklung zu gewinnen, einen der Begründer des "Danish Modern", der neuen dänischen Design-Bewegung. Bereits im selben Jahr brachte Carl Hansen & Søn den von Wegner entworfenen Wishbone Chair heraus – jenen Stuhl mit der charakteristischen Y-Verstrebung in der Rückenlehne und mit der geflochtenen Sitzfläche. Der Wishbone Chair, auch CH24 genannt, war einer von vier Stühlen, die Wegner für Carl Hansen innerhalb weniger Wochen im Jahr 1949 entwarf, darunter auch der Lounge Chair (CH25). Ein Meilenstein, wie sich wenig später zeigen sollte. Schon bald begann Holger Hansen damit, die Möbel von Carl Hansen & Søn nicht nur mithilfe von Einzelhändlern zu bewerben, sondern auch auf Ausstellungen zu zeigen. Als in den frühen 1950er Jahren das neue dänische Design auch außerhalb Skandinaviens für Aufsehen sorgte, ging es bei Carl Hansen & Søn weiter steil aufwärts. Insbesondere die von Hans J. Wegner entworfenen Möbel erlangten einen dermaßen hohen Bekanntheitsgrad, dass das Unternehmen mit vier weiteren Herstellern von Wegner-Möbeln eine Gesellschaft gründete, um das Marketing und den Vertrieb im Ausland nachhaltig organisieren zu können.

Mit dem Wishbone Chair auf Erfolgskurs

Die Aufbruchsstimmung in den Jahren nach Kriegsende machte sich auch in Dänemark deutlich bemerkbar. Neue Trends entstanden, und eine neue Generation junger dänischer Möbeldesigner trug erheblich dazu bei, das Interesse an stilvollem Interieur zu steigern. Im Jahre 1949 gelang es Holger Hansen, den damals 35-jährigen Möbeldesigner Hans J. Wegner für die Design- und Produktentwicklung zu gewinnen, einen der Begründer des "Danish Modern", der neuen dänischen Design-Bewegung. Bereits im selben Jahr brachte Carl Hansen & Søn den von Wegner entworfenen Wishbone Chair heraus – jenen Stuhl mit der charakteristischen Y-Verstrebung in der Rückenlehne und mit der geflochtenen Sitzfläche. Der Wishbone Chair, auch CH24 genannt, war einer von vier Stühlen, die Wegner für Carl Hansen innerhalb weniger Wochen im Jahr 1949 entwarf, darunter auch der Lounge Chair (CH25). Ein Meilenstein, wie sich wenig später zeigen sollte. Schon bald begann Holger Hansen damit, die Möbel von Carl Hansen & Søn nicht nur mithilfe von Einzelhändlern zu bewerben, sondern auch auf Ausstellungen zu zeigen. Als in den frühen 1950er Jahren das neue dänische Design auch außerhalb Skandinaviens für Aufsehen sorgte, ging es bei Carl Hansen & Søn weiter steil aufwärts. Insbesondere die von Hans J. Wegner entworfenen Möbel erlangten einen dermaßen hohen Bekanntheitsgrad, dass das Unternehmen mit vier weiteren Herstellern von Wegner-Möbeln eine Gesellschaft gründete, um das Marketing und den Vertrieb im Ausland nachhaltig organisieren zu können.

Carl Hansen CH23 StuhlCarl Hansen CH23 Stuhl
Einfach zeitlos: Der elegante Carl Hansen CH23 Stuhl hat bis heute nichts von seinem ursprünglichen Charme verloren.
Carl Hansen PK1 StuhlCarl Hansen PK1 Stuhl
Der stilvolle Carl Hansen PK1 Stuhl besticht durch einen Materialmix, der gegensätzlicher kaum sein könnte.
Carl Hansen CH07 Shell Chair LoungesesselCarl Hansen CH07 Shell Chair Loungesessel
Der 1963 von Hans J. Wegner entworfene Shell Chair verbindet Ergonomie und Funktionalität in gekonnter Weise miteinander.

Klassiker des dänischen Möbeldesigns

Salesco spielte eine wichtige Rolle bei der internationalen Förderung von „Danish Modern“-Möbeln und machte dänisches Design auf der ganzen Welt bekannt. In den 1950er und 1960er Jahren brachte Carl Hansen & Søn eine Vielzahl weiterer Stühle auf den Markt, viele von ihnen gelten heute als Designklassiker und werden nach wie vor bei Carl Hansen in Dänemark produziert – darunter der CH23 Stuhl und der CH07 Shell Chair von Hans J. Wegner, sowie der PK1 Stuhl von Poul Kjæerholm.   
Als Holger Hansen 1962 völlig unerwartet starb, stellte dies das Unternehmen erneut auf eine harte Probe. Hansens Witwe Ella entschied, das Unternehmen in der Familie zu halten und im Sinne ihres verstorbenen Mannes weiterzuführen. Die Geschäfte liefen gut – vor allem dank des Wishbone Chair, der sich weltweit nach wie vor gut verkaufte und dem Unternehmen zeitweise über die Hälfte des Umsatzes bescherte. Ella Hansen hielt an den Prinzipien ihres Mannes fest: Tradition, höchste Handwerkskunst und moderne Produktionstechnologien. Unter ihrer Führung entstanden bei Carl Hansen & Søn viele weitere Klassiker des dänischen Möbeldesigns, vor allem in Zusammenarbeit mit Hans J. Wegner und Børge Mogensen. Erst nach über zwei Jahrzehnten gab sie die Führung des Unternehmens 1988 an ihren Sohn Jørgen Gerner Hansen ab, der wiederum 2002 von seinem Bruder Knud Erik abgelöst wurde.

Klassiker des dänischen Möbeldesigns

Salesco spielte eine wichtige Rolle bei der internationalen Förderung von „Danish Modern“-Möbeln und machte dänisches Design auf der ganzen Welt bekannt. In den 1950er und 1960er Jahren brachte Carl Hansen & Søn eine Vielzahl weiterer Stühle auf den Markt, viele von ihnen gelten heute als Designklassiker und werden nach wie vor bei Carl Hansen in Dänemark produziert – darunter der CH23 Stuhl und der CH07 Shell Chair von Hans J. Wegner, sowie der PK1 Stuhl von Poul Kjæerholm.   
Als Holger Hansen 1962 völlig unerwartet starb, stellte dies das Unternehmen erneut auf eine harte Probe. Hansens Witwe Ella entschied, das Unternehmen in der Familie zu halten und im Sinne ihres verstorbenen Mannes weiterzuführen. Die Geschäfte liefen gut – vor allem dank des Wishbone Chair, der sich weltweit nach wie vor gut verkaufte und dem Unternehmen zeitweise über die Hälfte des Umsatzes bescherte. Ella Hansen hielt an den Prinzipien ihres Mannes fest: Tradition, höchste Handwerkskunst und moderne Produktionstechnologien. Unter ihrer Führung entstanden bei Carl Hansen & Søn viele weitere Klassiker des dänischen Möbeldesigns, vor allem in Zusammenarbeit mit Hans J. Wegner und Børge Mogensen. Erst nach über zwei Jahrzehnten gab sie die Führung des Unternehmens 1988 an ihren Sohn Jørgen Gerner Hansen ab, der wiederum 2002 von seinem Bruder Knud Erik abgelöst wurde.

Carl Hansen BM5568 Liegestuhl Teak unbehandeltCarl Hansen BM5568 Liegestuhl Teak unbehandelt
Weltberühmt: der im Jahre 1969 von Børge Mogensen entworfene BM5568 Liegestuhl.
Carl Hansen CH56 Barhocker von Hans J. Wegner. Carl Hansen CH56 Barhocker von Hans J. Wegner.
Einer der späten Entwürfe von Hans J. Wegner: der CH56 Barhocker erschien Mitte der 1980er Jahre.
Der Carl Hansen MG501 Cuba Chair von Designer Morten Gøttler. Der Carl Hansen MG501 Cuba Chair von Designer Morten Gøttler.
Der MG501 Cuba Chair wurde vom Designer Morten Gøttler entworfen und 1997 auf den Markt gebracht.

Fit für die Zukunft

Um das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen, entschied Knud Erik Hansen, in Aarup bei Odense eine neue, modernere Fertigungsstätte zu bauen. In diesem Zuge wurde auch das Produktsortiment ein wenig erweitert, welches neben den berühmten Stühlen und Sesseln von Hans J. Wegner auch Esstische, Hocker, Sofas, Couchtische, Büromöbel und Kindermöbel beinhaltet. Zudem werden bei Carl Hansen & Søn heutzutage auch herausragende Möbelklassiker von bekannten dänischen Designern und Architekten wie Mogens Koch, Kaare Klint und Ole Wanscher produziert.
Auch nach über 100 Jahren ist das Unternehmen von seinen Grundwerten nicht abgerückt. Die Möbel von Carl Hansen & Søn zeichnen sich auch heute noch durch höchste Qualität, Schönheit und Wertigkeit in Bezug auf nachhaltiges und visionäres Design aus. Auch Kooperationen mit dänischen Designern der Gegenwart spielen eine wichtige Rolle – zum Beispiel mit dem Designer-Duo Strand & Hvass, mit Thomas Bo Kastholm sowie mit dem berühmten japanischen Designer Tadao Ando. Zudem übernahm Carl Hansen & Søn in den Jahren 2011 und 2012 die renommierte dänische Tischlerei Rud. Rasmussen in Kopenhagen und den Möbelhersteller PJ Furniture im dänischen Store Heddinge, um eine noch spezialisiertere Herstellung von Designmöbeln zu ermöglichen.

Fit für die Zukunft

Um das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen, entschied Knud Erik Hansen, in Aarup bei Odense eine neue, modernere Fertigungsstätte zu bauen. In diesem Zuge wurde auch das Produktsortiment ein wenig erweitert, welches neben den berühmten Stühlen und Sesseln von Hans J. Wegner auch Esstische, Hocker, Sofas, Couchtische, Büromöbel und Kindermöbel beinhaltet. Zudem werden bei Carl Hansen & Søn heutzutage auch herausragende Möbelklassiker von bekannten dänischen Designern und Architekten wie Mogens Koch, Kaare Klint und Ole Wanscher produziert.
Auch nach über 100 Jahren ist das Unternehmen von seinen Grundwerten nicht abgerückt. Die Möbel von Carl Hansen & Søn zeichnen sich auch heute noch durch höchste Qualität, Schönheit und Wertigkeit in Bezug auf nachhaltiges und visionäres Design aus. Auch Kooperationen mit dänischen Designern der Gegenwart spielen eine wichtige Rolle – zum Beispiel mit dem Designer-Duo Strand & Hvass, mit Thomas Bo Kastholm sowie mit dem berühmten japanischen Designer Tadao Ando. Zudem übernahm Carl Hansen & Søn in den Jahren 2011 und 2012 die renommierte dänische Tischlerei Rud. Rasmussen in Kopenhagen und den Möbelhersteller PJ Furniture im dänischen Store Heddinge, um eine noch spezialisiertere Herstellung von Designmöbeln zu ermöglichen.

Magazin - Beitrag vom 16.04.2021 von Matthias

Magazin - Beitrag vom 16.04.2021 von Matthias


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