String

String

Die Regale vom schwedischen Unternehmen String genießen seit den 50er Jahren weltweit einen echten Kult-Status und zählen heute zu den unbestrittenen Klassikern des modernen Möbeldesigns. Ihr Schöpfer – Nisse Strinning – trug mit dem Entwurf wesentlich dazu bei, skandinavisches Design international zu etablieren. Kein Wunder, denn das flexible System zeichnet sich durch eine nahezu unendliche Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten aus. Mit einem einfachen Prinzip lassen sich die String Module zum perfekten Regal für jeden Raum, Zweck und individuellen Geschmack zusammenstellen.

String – ein schicksalhafter Geistesblitz von Nisse Strinning

Wie kaum ein anderes Möbel gilt das String Regal als Symbol des modernen, skandinavischen Designs des 20. Jahrhunderts. Simpel, leicht und individuell kombinierbar prägte es die Inneneinrichtung in Europa der 60er Jahre und zählt bis heute zu den beliebtesten Regalsystemen weltweit. Bedingt durch das nach dem Krieg wieder zunehmende Interesse an Kultur und Literatur schrieb der schwedische Buchverlag „Bonniers Folkbibliotek“ 1949 einen Design-Wettbewerb aus. Dabei galt es, ein Regal zu entwerfen, das kostengünstig, leicht zu transportieren und einfach im Aufbau ist. Der Entwurf von Nisse Strinning und seiner Frau Kajsa übertraf die gewünschten Anforderungen und ließ sich zudem individuell in jede Richtung erweitern. Unter 194 Einreichungen gewann das Paar den ersten Platz und das berühmte String Regal ging in Serienproduktion. Die ursprüngliche Idee für die Seitenwände stammte übrigens vom feingliedrigen „Elfa“ Geschirrkorb aus Metalldraht – einem früheren Entwurf von Nisse Strinning. 1952 gründete er mit seiner Frau die Firmen String Design AB und Schwedish Design AB und produzierte neben dem String Regal weitere stilprägende Einrichtungsgegenstände.

Mit String wird skandinavisches Design zum festen Begriff

1949 galt der Entwurf für das String Regal als eine zeitgemäße Antwort auf die gesellschaftliche und technische Entwicklung jener Zeit. Erschwinglich in der Herstellung, leicht zu transportieren und schön platzsparend fügte es sich perfekt in den Alltag der 50er Jahre ein. Mit seiner zierlichen und nüchternen, industriellen Form mag das simple Design auf den ersten Blick fast unscheinbar erscheinen – und beweist genau damit seine größte Stärke. Nur ein Jahr nach der Markteinführung ist das String Regal weit über die Landesgrenzen bekannt und wird für die Ausstattung des neuen UN-Hauptquartiers in New York gewählt. 1955 wird das Regalsystem in Helsingborg in der berühmten H55 Ausstellung gezeigt, die maßgeblich skandinavisches Design weltweit etabliert. Es folgen über 15 weitere Auszeichnungen, die Aufnahme in die Designsammlung des Schwedischen Nationalmuseums und die Krönung mit dem „Klassikerpreis“ von Svensk Form. Seit 2009 ist das String Regal als Werk der Angewandten Kunst urheberrechtlich geschützt.

Ein Allrounder für alle Fälle: das String Regalsystem

Gestaltet nach dem Leitsatz „Form follows function“ erscheint das String Regal auch 65 Jahre nach der Erfindung topaktuell. Seine größte Stärke beweist das zierliche Regal allerdings nicht durch Aussehen, sondern mit den nahezu unzähligen Einsatzmöglichkeiten. Es lässt sich nämlich jederzeit und in jede Richtung individuell erweitern – in die Höhe, in die Breite oder sogar um die Wandecke herum. Durch das modulare Prinzip ermöglicht das String Regal kreative und einzigartige Kombinationen aus Standregal und Hängeschrank, Schreibtisch und Sekretär. Mit einer typisch skandinavischen Eleganz und ohne sich optisch aufzudrängen, fügt es sich harmonisch in jede moderne Einrichtung ein. Die ursprüngliche Kombination von schwarzen Seitenwänden und Regalböden aus Teak-Furnier prägte lange Zeit die Farbigkeit der Produkte. Heute werden die Metall- und Holzelemente in vielen verschiedenen Ausführungen hergestellt, während die ursprünglichen Maße garantiert unverändert bleiben. Und weil ein Design-Klassiker nie aus der Mode kommt, lässt sich das String Regal auch nach vielen Jahren jederzeit flexibel erweitern.