Matégot

Gubi Matégot

Die Gubi Matégot Kollektion geht auf Entwürfe des französisch-ungarischen Designers Mathieu Matégot aus dem Jahre 1950 zurück. Als einer der bekanntesten Designer Frankreichs gehörte er zu den Ersten, die Einrichtungsgegenstände aus perforiertem Metall fertigten. Mit seinen Möbelstücken aus abstrakt gebogenem Metall, formschön und praktisch zugleich, setzte Mathieu Matégot Meilensteine der modernen Design-Ästhetik.

Mathieu Matégot – Vorreiter des modernen Designs

Mathieu Matégot war unbestritten ein Vorreiter des zeitgenössischen Designs. Sein Einsatz für innovative Techniken und originelle Formen machten ihn zu einem der einflussreichsten Designer der 1950er Jahre. Schon in den 1940er Jahren machte er das ästhetische Potential von Alltagsgegenständen zum Haupthema seines Arbeiten und formte aus ihnen Kunstobjekte unter bevorzugter Verwendung von Rattan und Metall. Als erster Designer verarbeitete er perforierte Metallplatten auf eine völlig neue Art. Dieses Material entdeckte er während seiner Gefangenschaft in Deutschland. 

Designklassiker aus perforiertem Metall

Matégot entwickelte das patentierte Rigitulle-Verfahren, einen Produktionsprozess, in dem perforiertes Metall so bearbeitet wird, dass es wie Stoff gebogen und gefaltet werden kann. Es ging ihm darum, einem schweren, kompakten Werkstoff wie Metall ästhetische Leichtigkeit und Transparenz zu verleihen und mit Licht- und Schatteneffekten zu spielen. Dank der dänischen Marke Gubi kann man sich heute wieder an den filigranen Entwürfen Matégots erfreuen. Mit dem eleganten Servierwagen, der in unterschiedlichen Farbkombinationen erhältlich ist, dem formschönen Dedal Wandregal und der Satelite-Lampe lebt das Rigitulle-Verfahren weiter. 

Matégot, eine Designlegende

Mathieu Matégot wurde 1910 in Ungarn geboren. Nachdem er seinen Abschluss im Studium der Schönen Künste in Budapest erlangte, begann er als Dekorateur im nationalen Theater. Nach Frankreich zog er im Jahr 1931, wo er als Dekorateur für die Folies Bergères und die Lafayette Galerie arbeitete, sowie als Innenarchitekt verschiedene Wohnungen in Paris einrichtete. Mathieu Matégot war der Erste, der Metallrohre mit perforiertem Blech kombinierte: eine Mischung die seine Arbeit insgesamt charakterisiert. Sein Designerdasein dauerte nur bis zum Ende der 60er Jahre an. In der kurzen Zeit entstanden dennoch begehrte Möbelstücke wie der Nagasaki Dreibeinstuhl und der Copacabana Sessel, die heute Teil der permanenten Sammlung des Pariser Musée des Arts décoratifs sind.