Karaffen

Karaffen – Wein und Wasser elegant serviert

Es ist bequem, Getränke in der Flasche auf den Tisch zu stellen. Schwieriger wird es auch im Alltag bei Säften oder Milch, wenn sie in optisch nicht sehr ansprechenden Tetra Paks verkauft werden. Die Alternative – besonders bei festlicheren oder förmlicheren Anlässen –sind stilvolle Karaffen oder Glaskrüge, in denen sich Getränke schön servieren lassen. Karaffen gefüllt mit Wasser, Saft oder Eistee wirken aber auch einfach edler, wenn man in lockerer Runde im Freundeskreis oder in der Familie zusammen sitzt. Beim gemeinsamen Frühstück oder Brunch muss sich so auch der Orangensaft oder die Milch nicht verstecken, wenn Sie in einem schicken Krug aus Glas auf dem Tisch stehen. Leitungswasser steht in vielen Regionen dem gekauften Mineralwasser in Qualität und Geschmack in nichts nach. Warum also nicht mal anstatt des oft weit gereisten Mineralwassers Leitungswasser, mit einer Zitronenscheibe oder ein paar Minzblättern verfeinert, in einer eleganten Karaffe servieren?

Dekantieren in Karaffen – so wird Weintrinken zum Genuss

Der Ausdruck Dekantieren kommt aus dem Französischen und bedeutet „umfüllen“ oder „abgießen“, was wiederrum vom lateinischen Wort canthus (Schnabel eines Kruges) abgeleitet wird. Der Begriff Dekantieren beschreibt eigentlich den Prozess der Abtrennung einer Flüssigkeit von einem Feststoff. Ein guter Rotwein sollte ein paar Stunden vor dem Trinken vorsichtig aus der Flasche in eine bauchige Dekantierkaraffe umgefüllt werden, ohne dass das Depot in die Karaffe und später in das Weinglas gelangt. Dabei kann er sein Aroma voll entfalten kann, wenn er langsam an der Innenseite in die Karaffe fließt und möglichst viel Sauerstoff aufnimmt. Schmalere Karaffen nutzt man hingegen, um Weißweine zu servieren. Zum Beispiel, wenn die Flasche nicht sehr dekorativ ist oder aufgrund ihrer Größe zu unhandlich, um bequem und sicher am Tisch und beim Essen einzuschenken.

Krüge – eine der ältesten Gerätschaften der Menschheit

Schon im Altertum nutzten die Menschen Krüge, um Flüssigkeiten zu transportieren oder um sie aufzubewahren. Heute meistens aus Glas, wurden sie damals noch aus Ton hergestellt – so konnte die Verdunstungskälte ideal genutzt werden, um zum Beispiel Milchprodukte kühl zu lagern. Heutzutage werden Karaffen und Krüge eigentlich nur genutzt, um Getränke stilvoll zu servieren, während früher Flüssigkeiten und Lebensmittel vor allem in Krügen aufbewahrt wurden, um sie vor Feuchtigkeit, Licht und Ungeziefer zu schützen. Dazu wurden die Tonkrüge mit Kork oder einem Holzpfropfen verschlossen und mit Bienenwachs versiegelt. Auch im Mittelalter und der Neuzeit wurden Tonkrüge noch viel genutzt, wobei sie zu der Zeit schon mit verschiedenen Reliefs und Farben verziert wurden. Ab Anfang des 19. Jahrhunderts befüllte man auch handgeformte Wasserkrüge mit Mineralwasser, verkorkte, versiegelte und transportierte sie dann über größere Strecken. Auf den Tonkrügen befand sich ein Sigel des jeweiligen Brunnens als Herkunftsnachweis, vergleichbar mit den heutigen Etiketten auf Mineralwasserflaschen.