Besteck

Essbesteck – unverzichtbares Werkzeug und besonderes Kulturgut

Das Essen mit Besteck, das uns heute so selbstverständlich erscheint, ist in Wirklichkeit ein relativ moderner Brauch in europäischen Kulturkreisen. Denn bis vor ca. 300 Jahren aß man auch hier nur mit den Fingern, wie es in den meisten Kulturen der Welt immer noch üblich ist. Das Messer diente ursprünglich zur Jagd oder zum eigenen Schutz, während die Gabel von der katholischen Kirche noch im 17. Jahrhundert wegen der Zinken als Symbol des Teufels verpönt und in ihrer Form als „zu weiblich und sinnlich“ empfunden wurde. In vielen Kreisen wurde das Essen mit Besteck als Missachtung der Natur empfunden, die dem Menschen Finger zur Nahrungsaufnahme schenkte. Im Laufe des 18. Jahrhunderts erfreuten sich Tafellöffel, -messer und -gabel zunehmender Beliebtheit auch bei adeligen und großbürgerlichen Familien. Mit der Industrialisierung und der damit möglichen Massenfertigung setzte sich das dreiteilige Besteckset aus Messer, Löffel und Gabel Ende des 19. Jahrhunderts in allen Gesellschaftsschichten durch.

Das unzertrennliche Trio: Messer, Gabel und Löffel

Das Messer ist wohl das älteste Esswerkzeug in der Geschichte. Es wurde bereits im antiken Rom etwa 90 v. Chr. verwendet und war damals aus Stein gemeißelt. Es galt als persönlicher Gegenstand und wurde bis ins Mittelalter zusammen mit dem Löffel in einem Lederfutteral am Gürtel getragen. Das Tafelmesser in seiner aktuellen Form ist erst seit Ende des 16. Jahrhunderts im Gebrauch. Mit der kulturellen Entwicklung kamen zahlreiche Variationen und Abwandlungen hinzu. Allein Deutschland werden jährlich etwa 2.000 unterschiedliche Klingenformen für den Weltmarkt produziert. Der Löffel gehört zweifelsohne zu der am meisten verbreiteten Besteckart und findet in allen Kulturkreisen auf der Welt Verwendung. Seine organische Form ist der menschlichen Hand nachempfunden, wodurch er seit Jahrtausenden zum Essen, Kochen und manchmal auch zum Trinken verwendet wird. In den Kulturen, wo sonst mit Händen oder Stäbchen gespeist wird, ist er oftmals das einzige mechanische Esswerkzeug. Eine Gabel mit zwei oder drei Zinken wurde bereits in der Antike zum Aufspießen von Speisen benutzt und ähnelte damals der heutigen Tranchiergabel. Lange Zeit wurde sie lediglich als Hilfsmittel beim Aufschneiden von großen Speisen auf einer Tafel oder nur zum Servieren benutzt. Wegen ihrer spezifischen Form war die Verwendung von Gabel in vielen Kreisen bis ins 17. Jahrhundert umstritten. Die Technik, mit Messer und Gabel zu essen ist hingegen eine vergleichsweise neue Mode und setzte sich erst im 19. Jahrhunderts in der Oberschicht Europas durch.

Spezielles Besteck für besondere Anlässe und andere Sonderwünsche

Richtig gewählt, kann das Besteck nicht nur den Alltag verschönern, sondern auch die Stimmung an einer festlichen Tafel beeinflussen. Schlichtes, zeitlos elegantes Essbesteck lässt sich flexibel mit unterschiedlichem Geschirr kombinieren und erweist durch ausgezeichnete Qualität guten Dienst über Jahrzehnte hinweg. Außergewöhnliches Besteck mit markanten Details setzt ein i-Tüpfelchen an einer gedeckten Tafel und trägt zu einer festlichen Atmosphäre bei. Und weil zu besonderen Anlässen auch außergewöhnliche Gerichte serviert werden, gibt es auch hierfür raffinierte und hilfreiche Esswerkzeuge. Dank filigranen Fondue-Gabeln, formschönem Saucenlöffel, praktischem Eisportionierer, spezielle Tranchier- oder Parmesanmesser kommen passionierte Hobby-Köche wie passionierte Feinschmecker voll und ganz auf ihre Kosten.